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Der blaue Blog
Zu Gast bei Günther Willen
| 30.04.10 - 21:42:08 Uhr |
| Aus zum 1. Mai |
| Zuerst die schlechte Nachricht: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit der Bloggerei auf hohem Niveau Schluß zu machen. Zwei Jahre Blauer Blog bzw. Blaues Blog sind genug. Och, schade. Ich hoffe, Ihnen hat es genauso viel Freude gemacht wie mir. Jetzt die gute Nachricht: Heute ist nicht alle Tage – ich komm wieder, keine Frage. Ich werde demnächst hier eine eigene Homepage installieren im tollen Design mit vielen Extras und Link auf diese Niveau-Seiten. Das Tollste: Man kann mir auch weiterhin Sprüche schicken, denn die olle Sprüche-Mail-Adresse funktionuckelt weiterhin gut. Die Sprüche werden ich hüten wie einen Schatz und dann beizeiten auf der Homepage präsentieren. Kurz und gut: Wir bleiben dran. Nochmals vielen herzlichen Dank an alle Leser und Sprücheklopfer. War schön mit Ihnen. Sie waren fantastisch. Und bleiben Sie mir gewogen. Bis Baldrian auf der Heimseite! |
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| 25.04.10 - 21:24:08 Uhr |
| Der Rest vom Schützenfest |
| Huhu! Bevor es demnächst wegen Umbauarbeiten an diesen Seiten zu einer kurzfristigen Betriebsunterbrechung kommen könnte, habe ich noch rasch die letzten Leser-Sprüche gecheckt. Hat Spaß gemacht. Ganz herzlichen Dank an alle Leser und Wortspielfreunde. Und hier nun der Rest vom Schützenfest: Noch keine Haare am Sack, aber im Puff Schlange stehen (Christoph Bartholomaeus); Die Grösse macht es nicht allein, sonst holt die Kuh den Hasen ein (Paul Goldberg); Nichstdestotrotz fließt aus der Nase kein Honig (Marga Feldmann); Deine Mutter klaut Freibier (Sebastian Schlötz); Lass meine Mutter aus dem Spiel, und ich lass deine aus dem Keller (dito); Ich soll dir einen Gruß vom Niveau bestellen, ihr seht euch ja nicht so oft (Behdad Tajeri); Ist mir Pott wie Deckel (Mona Locht); Das Leben ist keine Leckmuschel (Evi Dell); Bin zwar kein Gynäkologe, aber ich kanns mir ja gerne mal ansehen (Jörg Petersen); Bruce Will es, Will Smith es auch? (Otti); Die 6. Klasse waren die zwei besten Jahre meines Lebens (Unleserlich); Wer es glaubt, wird selig. Und wer backt, wird mehlig (Jürgen Kempf); Dümmer als die Nacht finster ist (Maike Remmers); Molkerei auf der Bounty (Supermandy); Alles okäse in Blankenese (Roman Dueckers); Darf ich mich mal dazwischenzwetschgen? (Stefan Wenger); Tankeschön (Hans-Joachim Noack); Wo früher meine Leber war, ist heute eine Minibar (J. Reinecke); Was ALDI nicht hat, brauchen wir nicht (Hardy Spycher); Der Preis spielt keine Rolle - Hauptsache günstig (dito); Es ist verboten etwas zu verbieten (Selina Niehof); Die Suppe ist zwar kalt, aber dafür ist das Bier warm (C. Schonberger); Essen und Trinken sind die drei schönsten Dinge im Leben (Tina Berens); Wieso soll ich ein Kebab essen, wenn ich zwei haben kann (Christian); Der ist helle wie ein Kasten Dunkelbier (Sabrina Strzelczyk); Da drehen sich ja die Eier in der Pfanne um (Lars); Warum soll ich mich bewegen? Die Erde dreht sich doch (Jens Buchholz); Na, alles tikki takki? (Selina Niehof); Ich bin gelernte Philodoofin (Vivien-Lee Greiwe); Frohes Fest und dicke Eier wünscht Familie Sickemeier (Michael Roeser). In diesem Sinne: Ciao, Kakao. |
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| 18.04.10 - 21:27:55 Uhr |
| Marderalarm |
Schöne bunte Welt. Während umherfliegende Vulkanasche den Flugverkehr lahmgelegt hat, lässt der Frühling sein blaues Dingens flattern, und wir lösen nebenbei eines der grössten Rätsel der Menschheit: Wie kann man einen Marder vom Dachboden vertreiben? Mein Freund Tom, der kürzlich aufs Land gezogen ist und in einem alten, aber komfortablen Bauernhaus lebt (mit Nebengebäuden, drei Schubkarren, Zentralheizung und hohen Bäumen), stand vor einem Rätsel, denn der Marder auf seinem Dachboden hörte und hörte nicht auf zu ramentern, war extrem nachtaktiv. So "schön" hatte sich mein Freund das Landleben nicht vorgestellt. Was tun? Gute Frage. Ein Anruf beim "24 Stunden-Hundeartige Raubtiere-Sofortdienst" brachte Licht ins Dunkel: Gegen Marder und andere Biester auf dem Dachboden hilft am besten Löwen- und Gepardenkacke. Kein Scheiß. Wissenschaftlich erwiesen: Raubkatzenkot mögen Marder auf den Tod nicht riechen und machen den langen Schuh. Gesagt, getan. Tom bretterte zum Zoo und besorgte sich eine Schaufel Gepardenkacke für lau; Löwenkacke war gerade ausgegangen, wie es im nüchteren Umgangston der Tierpfleger hieß. Sodann platzierte er die Exkremente der tagaktiven Geparde, die als schnellste Landtiere der Welt gelten (erreichen circa 120 km/h Höchstgeschwindigkeit), fein säuberlich auf dem Dachboden. Das Ergebnis: Ruhe im Karton. Der Marder hat sich verpisst. Und wieder was dazugelernt. Toll.
Zum Schluß noch ein schöner, staubtrockener Spitzenwitz, den ich kürzlich am Nebentisch bei Käse Friese aufschnappte: "Sitzen zwei Emanzen am Frühstückstisch. Sagt die eine: Kannste mir mal bitte die Salzstreuerin geben?" Lustig, oder? Tja. Hmm.
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| 26.03.10 - 21:53:28 Uhr |
| Errol Flynn |
| Kleine Korrektur zum letzten Eintrag: Im feinen Fischrestaurant "Natusch" in Bremerhaven im Fischereihafen gibt es ein Errol-Flynn-Zimmer (für 23 Personen) und nicht wie wir irrtümlich annahmen ein Clark-Gable-Zimmer. Verdammt! Darauf wies mich Skipper Tammo Schwips aus Bremerhaven hin und führte aus: Der großartige US-Schauspieler Errol Flynn, der Piratenfilme noch und nöcher drehte und in einem meiner absoluten Lieblingsfilme die Hauptrolle spielte ("Robin Hood - König der Vagabunden"), besaß ein 120-Fuß-Segelschiff namens "Zaca", das er 1959 wegen Schulden an einen Geldsack verkaufen musste und deswegen einen Herzinfarkt bekam und kurz darauf starb. Er wurde nur fünfzig Jahre alt. Armer Kerl. Jedenfalls kam dann irgendwann irgendwie der Salon seiner Yacht "Zaca" nach Bremerhaven und wurde im Natusch installiert. Jetzt amtlich: Errol Flynn isses. Vergesst Clark Gable. Wie war ich denn "drauf"? Ist mir voll peino. Was ich sagen will: Leute, esst mehr Fisch. Und zwar hier: Errol Flynn . Einfach "Räumlichkeiten" und dann "Kapitänszimmer" anklicken. Und alle so: "In like Flynn". Alles klar? Die deutsche Übersetzung heißt freilich "Drin wie Flynn", wie mein oller Hamburger Kumpel Teddy Hecht betonte. Danke und Over. |
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| 20.03.10 - 22:23:36 Uhr |
| Das Natusch |
Man kommt ja zu nix. Und als sei das noch nicht genug, bricht bricht hier auch noch der Frühling aus. Hallo? Aber gestern war ich mal wieder auf einer astreinen Lesung in unserer kleinen Stadt. Max Goldt las in der aufgeputschten Kulturetage Texte aus der hellen, alten Zeit und aktuelle Sachen zum lachen. Ach, war das schön. Es ist immer eine Wohltat, wenn Max Goldt mit Humor und Eleganz die Kurve kriegt, dabei ist er der Mercedes unter den Abschweifungen und sehr komisch. Man kann sagen, dass Max Goldt das Leben vereinfacht und die Stimmung verbessert. Und umgekehrt. Nach der Lesung saßen wir noch in einer Kneipe am Pferdemarkt, wo man rauchen kann, und haben vortrefflich geplaudert und Weizenbier getrunken. Auch Absurdes in kleinen Dosen gab es. Max Goldt, der auf seinen Lesereisen viel rumkommt und Deutschland wie seine Westentasche kennt, hat zur Zeit folgende drei Lieblingsstädte: Düsseldorf, Frankfurt am Main und Berlin. Das sind gute Städte, sagte er und nickte dabei in meine Richtung. Was ist mit Oldenburg? Max Goldt lächelte und stellte sein Glas ab. Ganz nett, aber für die Größe (circa 180.000 Einwohner) doch irgendwie zu provinziell. Ich schüttelte den Kopf und bemerkte: "Oldenburg ist das Freiburg des Nordens." Ich erwähnte die friedliche Atmosphäre und das Fahrradfahren und das Teetrinken, den schönen vergissmeinnichtblauen Himmel über Oldenburg, das Wetter (warm) und die Nähe zur Nordseeküste (23 Kilometer), die höchst angenehme, maulfaule Zurückhaltung der Leude und den heiteren Stillstand der norddeutschen Dingsbums-Ebene und verwies auf die fähnchenschwenkenden Schulkassen auf dem Pferdemarkt, die "Lebensqualität" riefen. Max Goldt hob die Schultern. Na schön.
Apropos Oldenburg: In einem sehr alten Text von Max Goldt ("Manfred Sexauers Möglichkeiten", zu finden im roten Buch "Die Aschenbechergymastik", Haffmanns Verlag 2000) nimmt Max Goldt, der 1958 in Göttingen geboren wurde und seit 1977 in Berlin lebt, auch Oldenburg i.O. gekonnt aufs Korn. Chapeau. Geht so: "Weil den Bewohnern und Behörden des Oldenburgs, das nicht in Holstein liegt, die Bezeichnung "Oldenburg in Oldenburg" zu lang ist, gibt es eine Vielzahl von Kurzformen. Einige der gebäuchlichsten sind:
Oldenburg i.O.
Oldbg. (Oldenburg)
Oldenburg/Old.
Oldenburg/O.
O.i.O.
Oldbg. (Oldb.)
Oldb. (O.)
Von Harry Rowohlt gibt es noch folgende Hammer-Variante: "Oldenburg in Oldenburg in Oldenburg in Oldenburg." Oha. Ich persönlich (wie wir egoistischen Wahl-Oldenburger sagen), bevorzuge O.i.O. - Das klingt wie A.a.E. (Arsch auf Eimer).
Habe Max Goldt, der heute am 20-03-2010, also praktisch an Frühlingsanfang, in Bremerhaven noch eine Lesung hat, das Clark-Gable-Zimmer im Fisch-Restaurant "Natusch" empfohlen. Das Natusch im Fischereihafen von Bremerhaven ist nicht nur ein knorke Restaurant, wo man Eins-A-Labskaus essen kann, sondern hat auch einen Raum vorzuweisen, in dem der Original-Salon von Clark Gables Jacht präsentiert wird. Kein Scheiß! Clark Gable sein goldener Salon ist im Natusch zu bewundern. Und alle so: Clark Gable!! |
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